Gedenken
Nachruf zum Ableben unserer Chorfreundinnen
Eva-Maria Nicolai, Doris Quäschning und Barbara Freund

Wieder haben sich Lebenskreise geschlossen
Zum Frühlingsanfang, wo eigentlich die Natur zu neuem Leben erwacht und die bunten Blumen die Herzen und Seelen der Menschen erwärmen, mussten die Mitglieder des Gemischten Chores „Harmonie“ Naumburg erfahren, wie nah Freud und Leid im Leben beieinander liegen. Im Februar bzw. März 2026 haben unsere 3 Chorfreundinnen Eva-Maria, Doris und Barbara für immer ihre Augen geschlossen. Sie waren jahrzehntelang Mitglieder des Chores, versäumten kaum eine Chorprobe. Ihr Frohsinn und ihr Lachen wird uns fehlen. Das gemeinsame Singen in einem Chor mit lieben Chorfreunden war ihr Lebenselixier und gab ihnen Kraft, ihre zunehmend schweren Krankheiten mit Würde zu ertragen und immer wieder Lebensmut und Lebensfreude zu schöpfen. Die Vorbereitungen auf spannende Auftritte und Konzerte mit Liedern auch in anderen Sprachen stellten sie in ihrem Alter vor manche Herausforderung. Wie gern erinnern wir uns alle an tolle Ausflüge und Fahrten mit Übernachtungen nach Franken, Hamburg oder Münsterschwarzach. Das Frühlingskonzert am 21.3.2026 in der Median-Klinik II Bad Kösen widmeten wir unseren 3 Chorfreundinnen. Von vielen älteren Reha-Patienten erhielten wir diesmal besonders viel Lob. Die moderne Technik erlaubte es uns, unsere 3 Chorfreundinnen in den letzten Wochen durch Ständchen ihrer Lieblingslieder aufzumuntern und so an den Proben teilnehmen zu lassen. Nun blieb uns nur noch die Möglichkeit, sie bei der Beisetzung auf ihrer letzten Reise musikalisch zu begleiten. Mögen sie ihre ewige Ruhe finden. Wir werden sie immer in dankbarer Erinnerung behalten.
Karin Krüger im Namen des Chores
Nachruf zum Ableben unseres Chorfreundes
Helmut Kitzmann
Naumburger Tageblatt vom 8.9.2023
Die Nachricht, dass unser Chorfreund und Ehrenmitglied Helmut Kitzmann vor wenigen Tagen seine Augen für immer geschlossen hat, hat die Mitglieder des Gemischten Chores „Harmonie“ tief bewegt und traurig gemacht. Für unseren Helmut war das Singen - vor allen auch in einem Chor - sein Lebenselixier. 2019 wurde er vom Deutschen Chorverband dafür geehrt, dass er 70 Jahre aktiv in einem Chor gesungen hat - seit 2006 bei uns im Chor „Harmonie“. Das Singen wurde ihm in die Wiege gelegt. Stolz zeigte er uns ein Büchlein, das seine Mutter selbst geschrieben hatte mit 200 Liedern. Helmut war ein begnadeter Geschichtenerzähler mit feinsinnigem Humor. Wenn er über seine Flucht und Vertreibung während des Zweiten Weltkriegs erzählte und wie er schließlich nach Schellsitz gekommen ist, zog er uns alle in seinen Bann. Sein Haus und Hof in Schellsitz waren immer offen, auch für spontane Besuche, über die er sich besonders freute. Er war ein sehr geselliger Mensch, der auch gern feierte. Zu verschiedenen Jubiläen war unser Chor immer eingeladen und da wurde viel gemeinsam gesungen. Gern erinnern wir uns an das Konzert in der Schellsitzer Kirche. Er war stets ein Vorbild für alle Choristen wegen seines Pflichtbewusstseins und seiner Verlässlichkeit. Helmut gab nie auf und bewahrte sich trotz vieler Schicksalsschläge seinen Lebensmut und seine Lebensfreude. Als er sich aus gesundheitlichen Gründen schweren Herzens von seiner aktiven Mitgliedschaft verabschieden musste, schenkte er jedem Chormitglied ein von ihm selbst gedrechseltes Ei und einen Schneemann. Eines seiner Lieblingslieder war „Im schönsten Wiesengrunde”. Dieses Lied haben wir oft für ihn als Geburtstagsständchen gesungen. Seine „Harmonisten” verneigen sich vor ihm und werden ihn immer in dankbarer Erinnerung behalten als liebenswürdigen und hilfsbereiten Menschen. Wir gönnen ihm seine ewige Ruhe auf dem wunderschönen Friedhof in Schellsitz gleich neben seinem Haus.
Karin Krüger, im Namen des Chores